FDP.Die Liberalen
Wallisellen
Ortspartei Wallisellen
30.10.2020

Stellungnahme der FDP zum Verkehrskonzept Wallisellen

Nebst dem kommunalen Richtplan Verkehr Wallisellen bildet das kommunale Gesamtverkehrskonzept (Entwurf Schlussbericht – Stand 23.06.20, zuhanden der öffentlichen Auflage) das Kernstück für den Verkehr in Wallisellen in den nächsten Jahren. Die FDP Wallisellen reichte folgende Stellungnahme ein.

Die Entwicklung von Wallisellen als Wohn- und Arbeitsgemeinde macht ein Verkehrskonzept unumgänglich.

Das kommunale Gesamtverkehrskonzept ist sehr detailliert und enthält sehr viele Massnahmen, zu denen die FDP sich nicht einzeln äussern will. Vielmehr wurden 4 Grundsätze definiert: 

1) Freiwillige Plafonierung des motorisierten Individualverkehrs = Auto (MIV) mit Förderung des öffentlichen Verkehrs (ÖV). Keine Reduktion der Parkplätze im Dorfzentrum und unmittelbaren Strassen sowie im Süden.

Gemäss Konzept wird der MIV um 25% zunehmen. Die Plafonierung auf dem Niveau heute bedeutet, dass diese Verkehrszunahme durch öffentlichen Verkehr (ÖV) sowie individuellen Fuss- und Veloverkehr (FVV) aufgefangen werden soll.

Für die FDP sind PP im Zentrum von Wallisellen und im Süden essentiell (Geschäfts- und Güterverkehr). Das Parkplatzkonzept soll wie folgt aussehen:

  • keine Reduktion von Oberflächen-Parkplätzen im Dorfzentrum
  • die Geschäfte im Dorfzentrum müssen ausreichend oberflächige Kurzzeitparkplätze bis 1 Stunde zur Verfügung haben, um der Konkurrenzierung durch das Glattzentrum mit Gratisparkplätzen begegnen zu können
  • Dauerparkieren als «Park-and-ride» in Schwarzackerstrasse, Rotackerstrasse, Rosenbergstrasse unterbinden (= Zuschlag zur Zentrumszone)
  • auch für die Firmen im Süden ausserhalb des Glattzentrums müssen ausreichend Kurzzeit-Parkplätze zur Verfügung gestellt werden

2) Optimierung des ÖV innerhalb von Wallisellen

Die FDP begrüsst diese Massnahmen

3) Keine generelle 30er Zone in Wallisellen

30er Zone in Wohnquartieren wird von uns unterstützt.

Wir fordern jedoch 50-er Zonen auf Quartiersammelstrassen, z.B. Bürglistrasse – Zentralstrasse, Schützenstrasse, Rosenbergstrasse (falls Quartierstrassen auf Tempo 30 umgestellt werden) als Zubringer von und zur alten Winterthurerstrasse.

Die Industriestrasse wurde als Umfahrung des Dorfzentrums ausgebaut und übernimmt zahlreiche Fahrten zu den Autobahnzubringern im Osten und Lastwagenfahrten. Die Industriestrasse muss 50-er Zone bleiben. Die Sicherheit der Industriestrasse muss durch andere Massnahmen als eine Temporeduktion verbessert werden.

4) Andere Verkehrsberuhigungsmassnahmen

Die FDP unterstützt das Nachtfahrverbot der Opfikonerstrasse.

Die Sperre der Alpenstrasse während dem Schulbetrieb durch versenkbare Poller ist sinnvoll. Die Schliessung hat aber nur zu den Zeiten zu erfolgen, wenn sich Kinder im Aussenbereich der Schule aufhalten, also morgens, mittags und abends bei Schulbeginn/-ende und während den Pausen. Die Sperrung darf nicht den ganzen Tag über wie im Konzept dauern (das wäre praktisch eine Vollsperrung der Strasse! Und dafür braucht es keine automatisch bedienbaren, versenkbaren Poller. Die Auswirkungen der Sperre wären zudem für die Quartierbewohner enorm).

Finanzielle Konsequenzen:

Die Einzelmassnahmen müssen auf jedem Fall über das Budget bzw. Kreditvorlagen vorgelegt werden und die Umsetzung des Verkehrskonzepts auch im Hinblick auf die Massnahmen im Zusammenhang mit dem Brüttener-Tunnel zeitlich ist so zu staffeln, dass sie nicht zu einer zusätzlichen Verschuldung führen.

Richard Diserens