FDP.Die Liberalen
Wallisellen
Ortspartei Wallisellen
29.08.2017

Interview mit Patrik Blöchlinger im AzW

"Es gilt, unsere geleistete Arbeit wieder sichtbarer zu machen" 

Seit Anfang Jahr führt Rechtsanwalt und Walliseller Patrik Blöchlinger die FDP Wallisellen interimsmässig, nun wurde er Mitte Juli offiziell zum Präsidenten gewählt. Was seine Schwerpunkte sind und wie er die FDP Wallisellen wieder sichtbarer machen möchte erzählt er im Interview.

Lisa Aeschlimann, Anzeiger von Wallisellen:

Wieso haben Sie sich entschieden, das Präsidium der FDP Wallisellen zu übernehmen?

Patrik Blöchlinger:

Bei der Suche nach neuen Vorstandsmitgliedern konnten sowohl Erfahrene als auch Politneulinge, Junge und Ältere sowie Neuzugezogene und Alteingesessene für den Vorstand der FDP Wallisellen gewonnen werden.  Die Aussicht auf eine Zusammenarbeit mit diesem Team gab den Ausschlag, für das Präsidium zu kandidieren.

Was qualifiziert Sie als Präsident der FDP Wallisellen?

Ich bin seit über 20 Jahren bei den Jungfreisinnigen und der FDP aktiv und kenne die Gemeinde und deren Akteure aufgrund meiner Tätigkeit in der Rechnungsprüfungskommission sehr gut. Das ist meines Erachtens nach eine gute Grundlage, um auch die FDP Wallisellen erfolgreich zu führen.

Was werden die Schwerpunkte Ihrer Amtszeit?

Schwerpunkte sind die Gemeinderatswahlen nächstes Jahr sowie die in den nächsten Monaten zur Abstimmung gelangenden Vorlagen wie die Einführung der Einheitsgemeinde oder die Überarbeitung des Gestaltungsplans des Integra-Areals. Zudem denke ich, dass es nun an der Zeit ist, den Gesamtsteuerfuss endlich angemessen zu senken. In den letzten Jahren wurde dies jeweils durch die Budgetierung zusätzlicher Abschreibungen und daraus resultierender Defizite verhindert.

Wie nun bekannt ist, machten diese zusätzlichen Abschreibungen keinen Sinn. Die Mehreinnahmen bei den Steuern seit der Eröffnung des Richti-Areals und dem Zuzug neuer Steuerzahler führten bis heute vor allem zu Mehrausgaben und der Anhäufung von Eigenkapital. Wie die vergangenen Jahre gezeigt haben, sind die Mehreinnahmen jedoch von Dauer und eine angemessene Steuersenkung zugunsten aller Walliseller angezeigt.

 

Wo ist die FDP Wallisellen stark?

Die FDP Wallisellen hat viele engagierte Mitglieder, die sich zum Wohl der Gemeinde einsetzen. Zudem stellt die FDP Wallisellen seit jeher äusserst qualifizierte Behördenmitglieder, die das liberale Gedankengut in ihre tägliche Arbeit einfliessen lassen.  


Wo muss sie sich noch verbessern? 
Klar verbesserungsfähig ist die öffentliche Präsenz, die in den letzten Jahren vernachlässigt wurde.

 

Die FDP ist in der Gemeinde kaum mehr sichtbar. Den letzten Präsidenten, José Garcia, kannte niemand, er gab praktisch keine öffentlichen Auftritte. Wie möchten Sie der FDP Wallisellen wieder zu mehr Sichtbarkeit verhelfen?

Es gilt, vor allem unsere – auch in den letzten Jahren – geleistete Arbeit wieder sichtbarer zu machen. Dazu gehören regelmässige Artikel im Walliseller über unsere Aktivitäten und Positionen sowie Auftritte an den Gemeindeversammlungen.
   
Was sind die Standpunkte der FDP Wallisellen bezüglich der Bildung einer Einheitsgemeinde und der Einführung des Parlaments in Wallisellen? 

Die FDP Wallisellen hat zu diesen beiden Themen noch keine Position gefasst.  Die Mitglieder sind aufgerufen, sich aktiv an den von der Gemeinde angebotenen Veranstaltungen zu diesen Themen zu beteiligen. Nach dem Mitwirkungsanlass vom 2. September wird die Position der FDP Wallisellen anlässlich einer Parteiversammlung festgelegt und kommuniziert.

 

Wen wird die FDP Wallisellen für die Gemeinderatswahlen 2018 stellen?

Ich bin der Überzeugung, dass die FDP Wallisellen auch für die Wahlen 2018 wieder ein starkes Team stellen wird. Da die Kandidaten für die Wahlen 2018 noch nicht von der Parteiversammlung bestimmt wurden, kann ich diesbezüglich auch keine Namen nennen. Ich selbst plane jedoch keine Kandidatur.

 

Zu Beginn dieses Jahres haben sich die Parteien CVP, BDP und EVP zur «diemitte» zusammengeschlossen. Ist ein Beitritt zu dieser Gruppierung ebenfalls ein Thema in der FDP Wallisellen?

Nein, die FDP Wallisellen wird sich nicht der «Mitte» anschliessen. Persönlich finde ich es schade, dass der Zerfall politischer Parteien auch Gemeinden der Grösse von Wallisellen erreicht hat. Somit erodiert meines Erachtens die Grundlage für die übergeordneten Parlamente und Exekutiven. Dies hat langfristig negative Auswirkungen auf die Stabilität in der Schweiz.

 

Wie möchten Sie junge Einwohner ansprechen?

Dies ist in der Tat auch ein Thema im neuen Vorstand. Mit Roman Wyss und Baschi Sale ist es uns gelungen, zwei jüngere Mitglieder für den Vorstand zu gewinnen, die diesbezüglich einen wertvollen Beitrag leisten können. Eine Strategie haben wir in der kurzen Zeit jedoch noch nicht ausgearbeitet.
AzW