FDP.Die Liberalen
Wallisellen
Ortspartei Wallisellen
12.02.2018

Bericht Parteiversammlung vom 8.2.2018

FDP Wallisellen unterstützt die Kandidatur von Esther Müller als neue Gemeindepräsidentin und spricht sich für die Einheitsgemeinde mit Gemeindeversammlung aus.

Anlässlich der gutbesuchten Parteiversammlung vom 8. Februar 2018 präsentierten sich die beiden Kandidaten fürs Gemeindepräsidium, Peter Spörri und Esther Müller. Mit engagierten Statements zu den entscheidenden Themen wie Verkehrsführung, Einheitsgemeinde oder auch „wieviel Staat verträgt unsere Gemeinde“ kämpften sie um die Gunst der FDP Parteimitglieder. Esther Müller vermochte nicht zuletzt dank ihrer authentischen und ehrlichen Art zu überzeugen. Ihre Dossiersicherheit im Bereich der Schulfinanzen ist für die FDP Garant dafür, dass sich Esther Müller auch im Gemeinderat mit demselben Engagement und Hartnäckigkeit in die neuen Themen einarbeiten wird. Einstimmig beschloss die Parteibasis, Esther Müller als bürgerliche Kandidatin für’s Gemeindepräsidium zu unterstützen. Neben Thomas Eckereder (SVP) erhielt auch Evelyne Sydler (GLP) die Möglichkeit, sich einem aktiv zuhörenden Publikum zu präsentieren. Beide Gemeinderatskandidaten gaben eine lebhafte Vorstellung ab. Nach einer angeregten Diskussion entschied sich die FDP auch für die Unterstützung des SVP Kandidaten Thomas Eckereder.

In wenigen Wochen stehen für Wallisellen wegweisende Entscheidungen an. Einerseits geht es um die Auftragserteilung zur Erarbeitung einer gemeinsamen Gemeindeordnung (Einheitsgemeinde) und andererseits um die zukünftige Organisationsform unserer Gemeinde, nämlich ein Wallisellen mit Gemeindeversammlung oder ein Wallisellen mit einem Parlament.

Vor allem der allfällige Verlust der direkt demokratischen Rechte gab genügend Zündstoff für eine angeregte Diskussion. So werden wir ausserhalb der Schweiz von vielen um die Möglichkeit, an Diskussionen und Entscheiden direkt partizipieren zu können - welche direkten Einfluss auf unser eigenes Leben haben -  benieden. Uns Bürgern wird zugetraut, dass wir moralisch stark genug sind, uns aus eigener Verantwortung sinn- und respektvoll in die Gemeinschaft einzubringen. Benötigte Fähigkeiten müssen erworben und immer wieder geübt werden. Dieses immer wieder Auseinandersetzen mit Sachfragen gehört zur laufenden Ausbildung eines mündigen Bürgers. Da alle Bürger gefragt sind, kommt auch deren Wissen dank ihrer Ausbildung, ihren Berufen, aber auch ihren Freizeitinteressen in viel höherem Masse der Allgemeinheit zugute, in dem sie sich an den Diskussionen über die Lösung anstehender Probleme beteiligen. Wir können es uns nicht leisten, auf all dies zu verzichten. Dies würde aber geschehen, wenn wir unsere direkt demokratischen Rechte an ein Parlament mit 30 bis 36 Vertretern delegieren würden.

Die FDP Wallisellen ist klar der Ansicht, dass es sich vielmehr lohnt, sich Gedanken darüber zu machen, wie die Gemeindeversammlungen attraktiver gestaltet werden könnten resp. wie wir den Defiziten begegnen, die zugegebenermassen auch unsere Gemeindeversammlungen aufweisen. Neben den bekannten Massnahmen wie Einführung einer GRPK oder der Referendumsmöglichkeit gegen Entscheide von Gemeindeversammlungen, setzt die FDP auf die Jugend: suchen wir gemeinsam mit der Jugend nach Möglichkeiten, unsere Gemeindeversammlung attraktiver und spannender zu gestalten.

Abschliessend wurden noch die nationalen und kantonalen Vorlagen der Urnenabstimmung von den Vorstandsmitgliedern kurz beleuchtet. Die FDP Wallisellen folgte dabei allen Empfehlungen der Kantonalpartei. Das heisst JA zur neuen Finanzordnung, Nein zur Abschaffung der Billag–gebühren. Letzeres Nein ist als klares Bekenntnis zum Schutz von Minderheiten zu verstehen und nicht als eine vorbehaltslose Unterstützung unserer SRG. Hier ist aus Sicht der FDP klarer Handlungsbedarf angezeigt, aber eben nicht über den Weg dieser radikalen Initiative. Die Initiative Lehrplan vors Volk erntete ebenfalls nur Kopfschütteln, auch hier resultierte ein klares Nein.